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Dissektion = Aufspaltung von Gefäßwandschichten durch einen zwischen diese Schichten eindringenden Blutstrom

Dissektionen der zervikalen hirnversorgenden Arterien stellen die zweithäufigste Ursache ischämischer  Schlaganfälle bei jungen Patienten dar. (Ischämie = Blutleere oder Minderdurchblutung (Durchblutungsstörung) eines Gewebes infolge unzureichender oder fehlender arterieller Blutzufuhr)

Dissektionen im Verlauf des Karotissystems sind ca. dreifach häufiger als die im Bereich des Vertebralissystems.


Durch Risse in der innersten Gefäßwand dringt Blut zwischen die Gefäßwandschichten ein (Abb.1). Die innere Schicht wird abgelöst und verschließt im schlimmsten Fall das Gefäß komplett (Abb.2), sodass es zu einem ischämischen Hirnstamminfarkt kommt.

Beidseitige Vertebralisdissektionen sind extrem selten, die Angaben reichen von 1:400000 bis zu 1:1,2 Millionen. Zumeist ist nur eine der beiden Arterien betroffen.

Dissektionen treten häufiger spontan auf, als man glaubt. Oft ist eine Vorschädigung der betreffenden Arterie zu verzeichnen, die angeboren sein kann.