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Über
den Zusammenhang zwischen Manualtherapie und Schlaganfällen sind sich die
Ärzte nicht einig.
Neurologen sagen: "Hände weg von der Halswirbelsäule, da verlaufen so
wichtige Gefäße." Orthopäden und Chiropraktiker führen das äußerst geringe
Risiko einer Komplikation an. Die Manualtherapie sei eine der risikoärmsten
Behandlungsformen.
Schön und gut, aber das hilft mir wenig. Ich bin eine der wenigen, die das
Los getroffen hat. Nur einer der wenigen Prozentpunkte in den Statistiken?
Ich sehe das anders, ich bin ein Mensch wie jeder andere, und ich bin der
Meinung, dass man Risiken nicht beiseite schieben darf, nur weil sie noch so
selten vorkommen. Auch jeder 100.000ste oder jeder Millionste ist ein
Mensch, und ich finde, dass man Risiken nicht in Kauf nehmen darf, weil sie
selten vorkommen.
Ich will damit nicht sagen, dass niemand sich einer Manualtherapie der
Halswirbelsäule unterziehen sollte. Doch alle Patienten sollten über
Risiken, auch die ganz seltenen, aufgeklärt werden und es sollten
Risikofaktoren so gut wie möglich abgeklärt werden. Gerade die Symptome, die
ich hatte, können Anzeichen für eine Vertebralisdissektion gewesen sein,
doch davon hatte ich keine Ahnung. Dadurch, dass ein Zervikalsyndrom
(verschobener Halswirbel) vorlag, wurde dies automatisch als Ursache meiner
Beschwerden angenommen.
Wäre ich zu weiteren Untersuchungen geschickt worden, mir wäre ein Jahr in
der Hölle und meine Behinderung erspart geblieben. |
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