Mein Bruder. Ja, der vom Fernsehen.

Wenn Sie mehr von ihm selbst wissen wollen, dann besuchen Sie seine eigene WEB-Site.

Ich möchte auf meiner Seite über Dinge erzählen, die auf seiner WEB-Site nicht vorkommen, die mir aber dennoch wichtig erscheinen. Es geht ums seine Kindheit, seine Jugend, sein Verhältnis zur Musik und sein Berufsleben.

Kindheit

"Geboren 1939 in Wels, Oberösterreich, aufgewachsen und Volksschule in Wimsbach (heute Bad Wimsbach-Neydharting)". Hinter diesem Satz aus seiner Biographie befindet sich seine ganze Kindheit. Damals hat sich einiges ereignet.

  • Es war Krieg. Er war zwar ein kleiner Bub, aber er erinnert sich an einige Bilder aus der Zeit - übrigens eine bedeutende Eigenschaft von ihm: er hat in seiner Erinnerung viele Bilder und Erlebnisse abrufbereit.
  • "Papa ist im Krieg" hat er als kleiner Bub gesagt. Zu Kriegsende war der Vater vermisst und ist erst - oder schon - 1945 aus französischer Gefangenschaft zurückgekehrt. 1944 kam ich.
  • Unsere Mutter hat in der Zeit ein schweren Kampf gegen die Behörden geführt. Sie wurde aus dem Schuldienst entlassen, weil Sie Vierteljüdin war. Günter arbeitet das jetzt übrigens in einer eigenen Dokumentation auf.

Wimsbach Nr. 50 Wir haben im Erdgeschoß links gewohnt.

Jugendzeit

"Übersiedlung der ganzen Familie nach Linz, dort Humanistisches Gymnasium (Latein - Griechisch - Englisch!!!)" steht in seinem Lebenslauf: Er erzählt nicht viel über diese Zeit, aber ich glaube, die Mittelschule hat ihn sehr stark geprägt. Er, der so viel in seiner Erinnerung parat hat, hat sich damals einen reichen Fundus zurechtgelegt.

Wichtig war für ihn auch die Begegnung mit Robert Schollum, der Günter in der Musikalischen Jugend als Moderator bei Veranstaltungen und Konzerten einsetzte.

Musik

"... nach Wien, Studium Musik (Lehramt) an der damaligen Musikakademie ...". Mit dieser Bemerkung tut er in seinem Lebenslauf sein Verhältnis zur Musik ab. Tatsächlich hat die Musik aber eine große Bedeutung in seinem Leben gehabt. Er hat in seiner Jugend 3 Instrumente gelernt (Klavier, Oboe und Kontrabaß), was auch mir einen Zugang zu diesen Instrumenten öffnete. Auch an seinen Gesangsproben habe ich intensiv teilgenommen. Ich kenne seit damals die Literatur eines Baßbaritons ziemlich genau. Musik als Brotberuf, gar als Lehrer, das war nichts für ihn. Dennoch hat ihn die Musik durch seinen Beruf begleitet und ganz besonders durch sein privates Leben.

Übrigens: Die Beschäftigung mit der Musik hat unser Vater in die Familie gebracht. Ich erinnere mich an so manchen am Radio verbrachten Abend, an dem wir mit Kleinpartitur oder mit Operntextbuch ausgerüstet Musik gehört haben.

Beruf

Sein weiteres Leben fand zunehmend in der Öffentlichkeit statt. Darüber ist man ja informiert. Es stimmt zwar einiges nicht, was über ihn berichtet wurde, aber damit muß er leben. Jedenfalls übt er seinen Beruf mit Leib und Seele aus. Für einen künstlerischen Beruf erscheint das eine Voraussetzung. Für mich war es jedenfalls auch eine wichtige Erfahrung.