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Festwochen-Highlight

 

Dienstag, 12. Juni 2012, 19 Uhr

 

Eberhard Kummer interpretiert

Ulrich von Liechtenstein: Frauendienst

 

Zehn Gesänge nach Melodien des 12. und 13. Jahrhunderts &

Strophen aus dem "Frauendienst", in denen Ulrich seine Jugend, Schwertleite, Minnelehre und seine  erste unglückliche Werbung um eine "viel zu hohe frowe" schildert.

 

Der Dichter Ulrich von Liechtenstein (ca. 1205-1275) ist in der Literaturgeschichte als Autor des ersten Ich-Romans in deutscher Sprache ("Frauendienst", 1255) bekannt. Seine Lyrik fand Eingang in die berühmte Manessische Liederhandschrift. Seine sprachlich fein geschliffenen Lieder stehen künstlerisch auf der Höhe der Zeit und wurden zum Vorbild für spätere Minnesänger. Ulrich von Liechtenstein war schon früh Inhaber politischer Spitzenpositionen. Er wirkte u. a. als Landrichter und steirischer Truchsess (Vorläufer des Amtes des Landeshauptmanns).

 

Der Sänger Eberhard Kummer zählt seit vielen Jahren zu den Fixsternen der internationalen Szene für Alte Musik. Bekannt wurde er vor allem durch seine erfolgreichen, nahezu rekordverdächtigen Darbietungen des Nibelungenliedes: 2006 hat er es in fünf sechsstündigen Aufführungen im KulturQuartier interpretiert. Aus dieser Live-Aufnahme  entstand die erste und einzige, komplette Einspielung des gesamten Epos. Zahlreiche Tonträger von Werken des Hoch- und Spätmittelalters bis hin zu Alt-Wiener Volksliedern charakterisieren die Vielfalt des bemerkenswerten Repertoires von Eberhard Kummer.

 

Veranstaltungsbeitrag € 8,-

 

 

Montag, 24. September 2012, 19 Uhr

Walter Gellert liest Arthur Schnitzler


Der Erzähler und Dramatiker Dr. med. Arthur Schnitzler (1862-1931) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Wiener Moderne und namhaftesten  Kritikern der Gesellschaft in der Donaumonarchie. Er führte den Inneren Monolog in die deutschsprachige Literatur ein, der Einblick in die inneren Konflikte seiner Figuren gibt. "Der Sekundant" und "Die Fremde" sind zwei typische Erzählungen von Schnitzler, die einfühlsam und poetisch die Beziehung von Mann und Frau beleuchten.

 

Veranstaltungsbeitrag € 8,-

 

 

Montag, 15. Oktober 2012, 19 Uhr

 

Schöne Töne

Bräuche und Lieder aus dem alten Wien (2)

 

"Linzer Geiger", nannte man im 19. Jahrhundert die Gruppen, die donauabwärts aus OÖ nach Wien reisten, um hier in den Gasthäusern zu musizieren. Sie kamen mit Flößen und Frachtkähnen oder mit dem Passagierschiff "Ulmer Schachtel" und spielten mit Instrumenten, die sie leicht transportieren konnten:  Zwei Geigen und eine kleine Bassgeige, Bassettl genannt. Das Gasthaus "Zum goldenen Lamm", in dem sie auftraten, befand zufällig genau dort, wo heute Nachtschwärmer die Summerstage an der Rossauer Lände besuchen. Aus den "Linzer Tänzen" wurden bald die "Wiener Tanz", mehr zum Zuhören als zum Tanzen. Die Wiener Musikanten haben auch die Besetzung verändert: Zwei Geigen und die Kontragitarre als Bass- und Rhythmusinstrument - wie das Glasscherbenquartett.

Moderation: Helga Maria Wolf

 

Veranstaltungsbeitrag € 8,-

 

 

 

(c)  KulturQuartier

Aktualisiert  18.5.2012