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MANGALITZAZUCHT IN UNGARN
DIE MANGALITZAKÖRUNG ZUR "FARMERS EXPO 03"


Am 17. August 2003 fand im Ramen der "Farmers Expo 03" in Debrecen eine lokale Schweinekörung statt. Neben den herkömmlichen Schweinerassen wurden vor allem die Rassen des autochthonen Mangalitza-Schweins gekört.


Die Kommission bestand aus Vertretern des Landwirtschaftsministerium, des Zuchtverbandes, der landwirtschaftlichen Universität, sowie alterfahrenen Schweinezuchtexperten. Organisiert wurde die Körung von der landwirtschaftlichen Universität Debrecen.

Der Zuchtbuchführer der Interessensgemeinschaft der Wollscheinzüchter Österreichs war dabei Gast der Körkommisson.


Nach einem gemeinsamen Spanferkelessen wurden 50 der besten Jungzuchten der Region gekört. In der formalen Beurteilung der Schweine vielen einige Details auf: Im Gegensatz zum österreichischen schwalbenbäuchige Mangalitza erscheint das Haarkleid des ungarischen stets glänzend schwarz. Man sieht auch sehr häufig den schwarzen Anteil am Haarkleid bis tief in den Bauch und an den Füßen hinabreichen. Hingegen sind Borsten und Haare mit hellen Spitzen am Zuchttier nicht vorhanden. Alte ungarische Aufzeichnungen zeigen den hellen Bauch - oft braun gefärbt nur im Bereich der Zitzen. Bei Blonden und Roten Mangalitzajungzuchten sieht man vereinzelt Tiere mit schwarzen Haaren an Ohrspitzen und in der Rückenmitte. Hier weisen alte Aufzeichnungen die schwarzen Ohrspitzen gleich den schwarzen Schwanzspitzen als Markenzeichen für das Mangalitza aus. Großer Wert wird auf einen vollständigen Haarwechsel in den Sommermonaten gelegt. Dies gilt als Zeichen für ein vitales Tier. In jeder der drei Mangalitzarassen wurde eine Siegersau, ein Siegereber sowie ein Gesamtsiegertier gekört.


Kreuzungstiere
Mangalitzaprodukte

In einer Austellungsbucht befanden sich drei Turoc - Cornwall - Mangalitza Kreuzungstiere. Weil die einen Rassen starkwüchsig, die anderen jedoch langwüchsig sind ergibt ihre Vereinigung Masttiere die bei raschen Zuwachs ein sehr dunkles gut marmoriertes Fleisch besitzen.

Abseits der Körung wurde von der Rückzüchtung des bereits als ausgestorben geltenden Schwarzen Mangalitza berichtet. Hierfür konzentriert man besonderst schwarze Exemplare des schwalbenbäuchigen Mangalitzaschweines in einen Zuchtbetrieb. Durch Selektion und Einkreuzung von Turocblut erhält man eine anschauliche "Schwarze" Mangalitzaherde. Solche Tiere gelten jedoch nicht als gengetreue Rückzüchtungen des Schwarzen Mangalitza.

Seit einigen Jahren gelten die Produkte des Manglitza-Schweines als Delikatesse für den anspruchsvollen Konsumenten. So waren vor vier Jahren 500, voriges Jahr 2000 und heuer 3000 Zuchttiere im Herdbuch des ungarischen Zuchtverbandes eingetragen.



MANGALITZA . AT / IGWÖ - Kontakt: igwoe.zuchtbuch@utanet.at