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Schwalbenbäuchige Mangalitza Zuchtsau

Heath Putnam (rechts) und Christoph Wiesner (IGWÖ)
Gary and So Angell von der Rocky Ridge Ranch

Exportzüchter, Spartenbetreuer und Vorstand der IGWÖ
mit Landtagsabgeordnete Ök.-Rat.Marianne Lembacher, Bürgermeister Alfred Scheidl sowie Bezirksbauern- kammerobmann Richard Hogl beim USA-Exportfest,
Arche De Wiskentale, NÖ.

Die Mangalitza Festschmankerln

Beim Durchgang druch die Quarantäne-Station, Arche De Wiskentale | Dr.Wittmann erklärt die Veterinärkontrollen

Die Vorbereitungsarbeiten in der Quarantäne-Station Dr.Spath bei Veterinärkontrollen

Amtstierarzt Dr. Wittman bei der Blutabnahme
Zuführung der Eber

Mangalitza Züchter und Züchter der Export-Tiere aus der Steiermark: Fam. Laundl, Thomas Faul, Fam. Wolkinger,
Fam. Flucher | Gerald Dunst, Stmk.

Export-Tierzüchter aus Niederösterreich: Horst Rohrhofer, Christoph Wiesner

Export-Tierzüchter aus Kärnten: Claus Gasser,
Ernst Buchholzer

Export-Tierzüchter aus Oberösterreich: Siegfried Hamedinger
Einer der besichtigten Zuchtbetriebe: Anton Willinger, OÖ

Züchtergruppe der US Export-Tiere bei der Lieferung in die Quarantänestation: Fam. Grasser, Fam. Laundl, Fam. Hamedinger, Christoph Wiesner, Ernst Buchholzer, Claus Grasser und Dominik Spitzbart

Norbert Schmied von Comet, Dr. Wittman u. Fam. Wiesner
Einladen der Schweine in den Spezialtransporter

Der Spezialkäfig am Flughafen Frankfurt/Main
Umsiedelung der Mangalitza Schweine sowie Ohrmarken- und Veterinärkontrollen durch Dr. Schwab, Dr. Canter und Dr. Falenski

Die Mangalitza Schweine im Käfig | Abluf nach New York
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ALTE SCHWEINERASSE IN DIE NEUE WELT

USA importieren erstmals
Mangalitza Schweine
– Tiere kommen aus Österreich

Zwischen 23 und 29 schwalbenbäuchige Mangalitzas der IGWÖ Züchtern aus fünf österreichischen Bundesländern treten die Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika an. Drei Eber sind dabei, der Rest sind gedeckte Muttertiere. Heath Putnam import die Schweine in die USA. Rocky Ridge Ranch, ihre neue "Heimatfarm" liegt in die Nähe von Spokane, der zweitgrößten Stadt des Bundesstaates Washington.
Festliche Verabschiedung

Am 28 April 2007 fand die Festveranstaltung anläßlich der Verabschiedung der Exporttiere in die USA statt. Eröffnet wurde das Fest von Christoph Wiesner, Vorstand der IGWÖ.
Die Festreden hielten Landtagsabgeordnete Ök.-Rat. Marianne Lembacher, Bürgermeister von Göllerdorf Alfred Scheidl sowie Bezirksbauernkammerobmann Richard Hogl.
Einen geschichtlichen Überblick hielt Hans Knünz, Züchter aus Vorarlberg. Über den Verlauf der Quarantäne informierte Amtstierarzt Dr. Johann Wittmann.
Nach den Festreden folgte die Verkostung der Mangalitza Produkte aus ganz Österreich. Das vielfältige Mangalitza-Kulinarium reichte vom Käse im Speckmantel über Mangaltza-Würste, Salami, verschiedene Speckvariationen (Bauch-, Karree- und Bachenspeck), Bauern-und Leberstreichwurst, sowie raffinierte Mangalitza-Schmalzkreationen bis hin zur Schokolade mit Grammelfüllung. All diese hochwertigen Produkte wurden von den Züchtern der IGWÖ zum Gelingen des Festes bereitgestellt.
Als Abschluss des Festes erfolgte ein geführter Rundgang um die Quarantänestation der Export-Tiere.
Intensive Vorbereitung - Quarantäne

Doch bis die Mangalitzas in den USA Fuß fassen können, müssen sie bereits vor dem Transport zwei Monate in Quarantäne stehen und dabei zwei Blutuntersuchungen und drei Veterinärkontrollen über sich ergehen lassen. Darüber hinaus muss die Quarantäne bis New York garantiert werden, das heißt, dass es zu keinem Kontakt mit anderen Tieren kommen darf. Eine weitere Herausforderung beim Mangalitza-Export stellte die Organisation der Stallbauung und Verfrachtung sowie die Angleichung der unterschiedlichen " Animal Quarantine and Health Certification" zwischen Amerika und Europa dar.
Die Exporttiere und ihre Züchter

Ein Grund, dass sich der Importeur Putnam für die Tiere aus Österreich entschied, ist das Zuchtbuch, das einen genauen Einblick in die Linien der Tiere gibt. So kann die Herkunft über Generationen nachvollzogen und die Gefahr einer Inzucht ausgeschlossen werden. 1999 wurde bei einer Sitzung der SAVE – der europäischen Dachorganisation zur Sicherung der landwirtschaftlichen Artenvielfalt – ein internationales Blutaustauschprogramm beschlossen.
Viele unterschiedliche österreichische Linien sollen zum Zuchterfolg in Übersee beitragen. Die Sauen wurden während der Quarantänezeit
von drei Ebern gedeckt. Drei andere, in ebenfalls Österreich geborene Eber werden mit in die USA reisen, um das Wachstum des Bestandes zu sichern. Weibliche Tiere folgender Besitzer werden in die USA geschickt:
- Dominik Spitzbart, OÖ (5 Stk. aus 3 Linien)
- Siegfried Hamedinger, OÖ (4 Stk./2 Linien)
- Horst Rohrhofer, NÖ (2/2)
- Friedrich Riepl, NÖ (1/1)
- Thomas Strudreiter, Sbg. (1/1)
- Gerald Dunst, Stmk. (2/2)
- Marianne Flucher, Stmk. (3/1)
- Herbert Laundl, Stmk. (1/1)
- Werner Wohlkinger, Stmk. (2/2)
- Siegfried Augustin, Stmk. (2/2)
- Claus Gasser, K (2/2)
- Ernst Buchholzer, K (1/1)
Die Muttertiere wiegen zwischen 94 und 130 kg und sind zwischen eineinhalb und zweieinhalb Jahre alt.
Von diesen drei Besitzern stammt jeweils ein Eber, der mit in die USA fliegt:
- Siegfried Rathner, OÖ
- Horst Rohrhofer, NÖ
- Christoph Wiesner, NÖ
Zukunft sichern

Heath Putnam, der Importeur der Mangalitza Schweine wird sich in den USA um den Verkauf und das Marketing der Tiere kümmern. Gary und So Angell von der Rocky Ridge Ranch werden sie als Putnams erste Farmer auf ihrer 160 Hektar großen Landwirtschaft aufnehmen, wo den Schweinen etwa zehn Hektar zur Verfügung stehen. Hier werden sie in reiner Freilandhaltung gezüchtet und aufgezogen. Für das extreme Klima im Bundesstaat Washington sind die robusten Tiere wie geschaffen: die Winter sind schneereich und kalt, die Sommer trocken und heiß. Ziel ist es, autark zu sein und damit zumindest eine zeitlang ohne weitere Lieferungen aus Österreich oder anderen Teilen Europas arbeiten zu können. Dieses Ziel soll durch die getroffene Auswahl der Tiere aus vielen verschiedenen Linien erreicht werden. Auf längere Sicht sollen sich Mangalitza auf das gesamte Gebiet der USA verteilen. Der Export könnte nicht nur für manche Feinschmecker in den USA , sondern auch für die Erhaltung des Mangalitza-Bestandes von Bedeutung sein: Je weiter die Tiere auf der Welt verstreut sind, desto eher kann die Rasse auch im Falle einer großflächigen Schweineseuche überleben.
Der Transport von Österreich in die USA

Am Freitag den 11. Mai 2007 war es endlich so weit - unter Aufsicht des Amtstierarztes Dr. Johann Wittmann verließen die Export-Schweine die Quarantäne in Wischathal, NÖ. In einem mit Tränker- und Belüftungssystem ausgestatteten Tiertransporter der Firma Comet ging es zum Flughafen Frankfurt/Main. Dort wurden die Tiere in einem für diesen Export eigens angefertigten Spezialkäfig des Luftfrachttransporteurs Air-Cargo Douglas Borer verladen. Dabei fand die letzte Veterinärkontrolle in Europa statt. Im Käfig wurden auf drei Etagen insgesammt 2.9 Tonnen also insgesammt 26 Mangalizta Sauen und 3 Mangalitza Eber untergebracht. Am Samstag den 12.Mai gegen 19 Uhr 10 startete dann das Flugzeug nach New York. Heil angekommen mussten die Schweine in der New Yorker Flughafenquarantäne erneut ein Monat verbringen. Jason R. Koopman - Veterinary Medical Officer - leitete die Untersuchungen der Mangalitza Schweine ehe es am 13. Juni 2007 in ihre neue Heimatfarm in Spokane weitergehen konnte.
Bisherige Mangalitza- Exporte aus Österreich

England 2006:
Vier rote, sieben schwalbenbäuchige und fünf blonde Mangalitzas werden auf Initiative von Tony York ins „Schweineparadies“ geliefert. Die „Pig Paradise Farm“ in der Nähe von Stonehenge ist als Agrar-Tourismusbetrieb die
Heimat verschiedener seltener Schweinerassen, die der Bevölkerung näher gebracht werden.
http://www.pigparadise.com/
Rumänien 2006:
Neculai Apostol, Abgeordneter des rumänischen Parlaments und Haupteigentümer des Lebensmittelherstellers
Kosarom, importierte 24 rote Mangalitza-Schweine aus vier österreichischen Betrieben. Apostol hatte zuvor schon den letzten Bestand der roten Mangalitzas in Rumänien aufgekauft und einige Tiere aus Ungarn importiert. Diese
Schweine werden als Bestandteil der Hochqualitäts-Schiene aufgebaut, die er neben der Massenware betreibt.
Zusätzlich werden immer wieder Einzeltiere an Betriebe in den Nachbarländern Italien, Tschechien und Deutschland geliefert. |