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SELTENE, HEIMISCHE NUTZTIERRASSEN UND KULTURPFLANZEN

Ursprüngliche Nutztierrassen
in Österreich

HEIMISCHE HONIGBIENEN

Dunkle und Kärtner Biene gehören wie auch die Spanische und Italienische Biene zu den europäischen Bienenrassen und gelten als westliche Honigbienen (Apis mellifera).
Bei Apis mellifera kennt man 25 natürlich entstandene Rassen. Die Vorfahren unserer heutigen Honigbiene, ursprünglich freibauende Völker, kommen aus Süd- oder Südwestasien. Ein Teil der Bienen breitete sich in Richtung Osten aus (China, Japan und Malaysia), ein zweiter nach Westen. Zwischen diesen beiden Verbreitungsgebieten entstand durch Änderungen im Erdklima etwa im Bereich des heutigen Irans und Afghanistans ein Trockenstreifen, in dem es an Nahrungspflanzen und Nistmöglichkeiten fehlte, so daß damit der Kontakt zwischen Ost und West unterbunden war. Diese völlige und andauernde Trennung hatte die Aufspaltung der ursprünglich einheitlichen Biene in zwei Arten zur Folge, es entsteht eine im östlichen Raum beheimatete Honigbiene, die Apis cerana (hiervon trennt sich noch die Rote Honigbiene von Borneo, Apis koschevnikovi, ab), und die westliche Honigbiene, Apis mellifera, die in das tropische Afrika und den Mittelmeerraum vordringt.
Apis mellifera (westliche Honigbiene) > Klasse: Insecta (Insekten) > Ordnung: Hymenoptera (Hautflügler) > Famile: Apiade (Echte Bienen) > Gattung: Apis (Honigbienen)
Die Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera)

Die Dunkle Biene war Jahrhunderte lang die Wirtschaftsbiene mitteleuropas und gilt als Urtyp der Honigbiene. Um 1850 stand die Dunkle Biene auf dem Höhepunkt ihrer Verbreitung. Danach wurde sie bis auf wenige Restbestände wie dem Zuchtstamm Braunelle aus Tirol von wirtschaftlicheren Rassen verdrängt.
Im Erscheinungsbild trägt die Dunkle Biene eine einheitliche Panzerfarbe. Ein niedriger Cubitalindex des Vorderflügels, das lange Überhaar auf der vorletzten Rückenschuppe sowie schmale Filzbindenund große Biene charakterisieren die Dunkle Biene. Die Kärntner Biene (Apis
mellifera carnica)

Die Carnica ist ursprünglich nicht heimisch, wurde jedoch charakterlich im nördlichen Balkan und in der südöstlichen Alpenregion weitergeformt: Um 1930 entstanden in Österreich der Zuchtstamm Carnica
Peschetz aus Oberkärnten und der Steiermark sowie Carnica Sklenar aus dem Weinviertel.
Äußerlich ist die Carnica eine mittelgroße, schlanke Biene mit dunklem Chitinpanzer und auffällig breiten, grauen Filzbinden. Die typischen Eigenschaften der Carnica sind große Sanftmut, ein erhöhter Schwarmtrieb, ein früher Einstieg in das Brutgeschäft sowie eine gewisse Resistenz gegen viele Brutkrankheiten. Sie kommt in Klimabereichen mit heißen Sommern und kalten Wintern gut zurecht.

ARCHE DE
WISKENTALE / Mitglied bei ARCHE NOAH
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